Was ein Unterschied...


Was ein Unterschied...

Ich hatte mich bei den letzten Aufnahmen schon leicht gewundert, dass die Höhen irgendwie versaut rüberkamen. Dachte zuerst nur, ich wäre vielleicht digitalverseucht und würde den analogen Artefakten zuviel Raum geben. Nachdem ich aber im Netz gelesen habe, dass es Fake-Tonabnehmer gibt und auf dem Tonabnehmer, welcher verbaut ist, schonmal gar keine Typenbezeichnung drauf stand (AudioTechnica harhar), habe ich einfach mal von meinem alten Plattenspieler, welcher im Keller mit verbruachten Riemen auf bessere Zeiten hofft, das System rausgenommen, welches ich mir vor 25 Jahren mal für viel Geld gekauft habe. Ein DUAL ULM 65 E mit der Nadel DN 165. Umgelabeltes Ortofon. Dieses habe ich dann in den neuen Plattenspieler eingebaut und eingemessen. Und das Ergebnis klingt selbst für meine alten Ohren überzeugend. Und das, wo der Vorverstärker und USB-Wandler eher mittelprächtig sind. Gut, wenn man noch eine Messplatte am Lager hat. ;)

Kommentare

  1. Alte Analogtechnik ist erstaunlich. Habe mir gerade einen 30 Jahre alten Nakamichi Cassettenabspieler zugelegt. Dass die ebenso alten Bänder überhaupt noch was enthalten, hat mich schon gewundert. Dass die nun tausend Mal besser klingen, als jeder vorherige Transfer mit mittelmäßiger Technik, hat mich dann doch sehr überrascht.

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  2. Warum die Kassetten mit zunehmenden Alter immer besser klingen liegt an dem Gehör von uns alten Säcken. Beim letzten Test war bei mir bei 11kHz Schluß. Dazu noch der Tinnitus, welcher den Störabstand noch verringert. Irgendwann hören sich auch Diktiergeräte für uns gut an, falls wir überhaupt noch was hören. :)))))

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  3. Jens Unterkötter Speak for yourself. Wenn Du den Unterschied zwischen dieser:

    https://www.youtube.com/watch?v=xu0SK4XyKNM

    und dieser Aufnahme:

    https://www.youtube.com/watch?v=6bvYLxwJ90M

    nicht hörst, dann mag Deine Analyse für Dich zutreffend sein. Selbes Tape, nämlich das Original, ein BASF Cr120, einmal mit eigentlich guter und dann mit Nakamichi-Technik transferiert.

    Tinnitus ist Psychoakustik, das kann man trainieren (Ja, ich weiß, wovon ich rede). Und 11kHz sind verdammt viel und decken praktisch das gesamte Obertonspektum eines komplexen Klanges wie dem eines schönen Konzertflügels ab.

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  4. Peter Lemken Ich habe ja den direkten Vergleich von Kassetten und Platten, welche ich damals selbst fürs Auto überspielt habe. Damals habe ich einen großen Unterschied zwischen Kassette und Platte gehört. Und heute höre ich ihn nicht mehr. Interessanterweise höre ich stattdessen MP3-Artefakte viel stärker als früher. Halt durch den eingeschränkten Frequenzbereich meinerseits. Natürlich kann ich nur für mich sprechen, jeder altert anders. Ich kann mir jetzt sogar wieder Kassetten aus den 70ern genussvoll anhören. Damals hörten die sich eher an wie Mittelwelle. :))))

    Trotzdem, alte Aufnahmen wurden grundsätzlich besser abgemischt als heute. Und wieso manche Platten sich besser und transparenter anhören als CDs, muss man nicht verstehen. Vor allem, wenn die Aufnahmen schon digital waren.

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  5. Peter Lemken , die zweite Aufnahme hat weniger Dynamik, ist flankensteiler und wirkt nicht authentisch.

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  6. Die zweite Aufnahme hat einen völlig anderen Frequenzgang. War da Dolby mit im Spiel? Die erste ist zwar dumpfer, aber insgesamt ausgeglichener.

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  7. +Jens Unterkötter , wenn man die Kölner Halle kennt, wie eng das Publikum um die Künstler sitzt und damit den Sound dämpft, dann klingt die zweite Aufnahme in keinster Weise wie die Kölner Philharmonie. Auch der innere Wiederhall des Flügels ist weg.

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  8. Alexander Vollmer Ändert nichts daran, dass es dieselbe Aufnahme ist, Transfer vom selben, nämlich dem Originalband. Beide explizit ohne Dolby wiedergegeben, obwohl die Aufnahme selbst mit Dolby B gemacht wurde. Und eng sitzt da keiner um Herrn Michelangeli, die Aufnahme ist so aus irgendwo um Reihe 25/30 entstanden, also schon ganz gut entfernt vom Pianisten. Ist halt ein genialer Pianist und spielt zudem noch auf einem der am besten präparierten Flügel, die ich jemals gehört habe.

    So oder so, bin froh, dass ich mir das Tape Deck zugelegt habe, viele uralte Aufnahme erstrahlen dadurch in neuem Glanz.

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  9. Nun wollte ich euch noch einen Audiobeweis für die Qualität des neuen Tonabnehmers vorführen, da spackt Google mal wieder mit dem Upload herum. Naja, dann eben später.

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